Schule Forach 2021
Dornbirn | AT

Volksschule Forach – die vertikale Schule

Morphologisch wird der Siedlungskörper von Forach, wie vielerorts im Rheintal üblich, durch solitäre Baukörper charakterisiert. Bauten von besonderem öffentlichem Interesse – Kirche, Schule, Gemeinde – agieren in der Regel durch ihre bauliche Konfiguration, ihre Größe und Präsenz ordnend und identitätsstiftend. Schulen, Kathedralen des 21. Jahrhunderts definieren Zentren des Öffentlichen Lebens. Diese Hierarchisierung von Öffentlichkeit passiert im neuen Stadtteilzentrum Forach einerseits durch die Gliederung der Baukörper, die Höhenentwicklung und die daraus resultierende Abfolge von Platzgefäßen unterschiedlicher Ordnung. Das so neu formulierte und dadurch gestärkte Zweigestirn aus bestehendem Kindergarten und der neuen Volksschule bilden das neue Zentrum Forach.

Die Höhenentwicklung des Baukörpers generiert jene Fernwirkung, die dem städtebaulichen Anspruch eines neuen Stadtteilzentrums gerecht wird. Eine Schule als Leuchtturm im Quartier.

Den wechselnden Tagesabläufen der neuen Schulformen entsprechend haben alle Lernenden und Lehrenden Anteil an allen Himmelsrichtungen und Bezügen der Örtlichkeit. Die Cluster sind geprägt von einer gut zonier- und wahlweise möblier baren Mitte, auf welche alle Klassenzimmer gleichwertig Zugriff haben. Durch Schiebewände sind die Unterrichtsräume eines Clusters zu den Lernlandschaften fließend öffenbar, Glaselemente ermöglichen den Pädagoginnen die Lernzonen von den angrenzenden Räumen aus zu überblicken und fördern die jahrgangsübergreifende Zusammenarbeit.