Alpin Sport Zentrum 2018
Schruns | Österreich

European Union Prize for Contemporary Architecture | Nominierung Mies van der Rohe Award 2019

Bauaufgabe: Verwaltungsbau für die Silvretta Montafon GmbH
Standort
: A-6780 Schruns, Silvrettaplatz 1
Bauherrschaft: Silvretta Montafon GmbH
Auftrag: Wettbewerb 1. Preis

Architektur
: bernardo bader architekten | Dornbirn
Mitarbeit: Joachim Ambrosig (PL), Axel Baudendistel (WB)
Bauzeit: 2017-2018
Grundstücksfläche: 1600 m²
Nutzfläche: 1.583 m² NGF (inkl. UG)
Struktur: Massivbau mit zweischaliger Ziegelkonstruktion ohne zusätzliche
Dämmung | Natursteinfassade
Energie: 22 kWh/m²a |  Wärmepumpe, Betonkernaktivierung | Nahwärme: Naturwärme Montafon

Bauleitung/Ausschreibung: Heinz Fleisch | Rankweil
Statik: Mader Flatz | Bregenz
Fotos: Adolf Bereuter | Dornbirn

Das neue Zentrum für Tourismus – ein starkes Haus für Schruns

Das Herz des Unternehmens ist weit mehr als nur ein Arbeitsplatz für 60 Personen, ein Kontrollzentrum für fast 900 Mitarbeiter im Winter und Anlaufstelle für Touristen. Es steht immer im Rampenlicht: neben Gästen, Lieferanten und Medienvertretern schafft das neue Ausbildungszentrum für 44 Berufsbilder aus der gesamten Tourismusbranche Karriereaussichten für junge Menschen im Tal.

Das Erdgeschoß ist schwellenlos mit dem Silvretta Platz verbunden und fungiert mit den Funktionen Lobby, Infotheke und Konferenzraum als öffentlicher Teil des Hauses. Hier trifft und informiert man sich und hier finden die Medienevents, Presse-Konferenzen und Bankette statt. Zugunsten maximaler Flexibilität sind die oberen Bürogeschosse lediglich durch drei aussteifende Kerne zoniert, welche das Treppenhaus, den Aufzug und die Naßzellen beherbergen. Deren Anordnung minimiert die Erschließungsfläche und ermöglicht informelle Kommunikationszonen für die Mitarbeiter.

Die Hauptfassade zentriert den neu gestalteten Raum und schafft durch die präzise Platzierung eine angenehme Würde – passend zum Ort. Das Außenmaterial für die neue Alpin Sport Zentrale wirkt sowohl zeitlos als auch symbolisch repräsentativ. Motive wie „aus Stein gemeißelt“, „zu den Bergen gehörend“ oder „Handwerkskunst“ und „Bautradition“ erzeugen eine vertraute Bildsprache. Die stärker genutzten öffentlichen Bereiche bestehen aus einem polygonal verlegten Natursteinboden, während alle Büros und Besprechungsräume genutzt werden sind mit massiven, grob gesägten Eichendielen ausgestattet: Die natürlichen Holzböden schaffen in Kombination mit den raumhohen Eichenholzmöbeln trotz offener Grundrissgestaltung eine fast wohnliche, behagliche Arbeitsatmosphäre auf den Büroböden. Ökologisch positiv, robust Baumaterialien im Innen- und Außenbereich garantieren eine lange Nutzungsdauer, keine Wartung und tragen zudem positiv zum Thema Nachhaltigkeit und hohem Komfort bei.