Siedlung Sonnenbühl 2017
Gossau | Schweiz

Bauaufgabe: eine Siedlungsentwicklung nach innen
Auftrag: Studienauftrag | 1. Preis – In Bearbeitung
Architektur: bernardo bader architekten | Dornbirn
Landschaftsarchitektur: Andreas Geser | Zürich
Mitarbeit: Matthias Kastl, Claudia Bär
Kapazität: 3.840 m² Wohnfläche

„Das Planungsgebiet am Sonnenbühl ist geprägt durch die spezifische Lage am Übergang zwischen dichten Siedlungsstrukturen und dem offenen nichtbesiedelten Landschaftsraum. Die ortsbauliche Setzung wird im Wesentlichen durch die topographischen Besonderheiten, sowie durch den Massstab der umliegenden Siedlungsquartiere bestimmt. Jedes der sechs vorgeschlagenen Baufelder reagiert auf die konkrete topographische Lage und orientiert sich hinsichtlich der Ausrichtung und Körnung an den Nachbarquartieren. Durch die gezielte Verdichtung der sechs Gebäudegruppen entsteht ein großzügiger, durchlässiger und allgemein zugänglicher Freiraum. Als identitätsstiftendes Element wurde der Adressbildung grosse Bedeutung beigemessen – sechs Quartiere, sechs Adressen. Mit den geschickt gewählten Landschaftsstreifen entsteht eine räumlich spürbare Fassung der einzelnen Ensembles und eine grösstmögliche Durchlässigkeit der Freiräume mittels Durchwegungen und Sichtbezügen. …

Bei den Einfamilienhäusern schaffen dem Wohnraum zugeordnete Höfe sowie vorgelagerte, private Gärten eine ausgezeichnete Qualität des Wohnens im Grünen. Die architektonische Grundidee fügt die neuen ortsbaulichen Strukturen in den landschaftlichen Kontext ein. Entsprechend der topographischen Einbettung der Baukörper, ergibt sich die Lage der Erschliessungswege und -strassen. …

Dem Verfasser gelingt es so Ensembles zu bilden, die je ihre eigene Identität erhalten. Die Häuser jedes Baufeldes gruppieren sich um einen gemeinsamen Aussenraum, auf den die Eingänge ausgerichtet sind. Die Ensembles sind getrennt durch landschaftliche Bänder, die eine eindrückliche Durchgrünung der Anlage bieten. Die Verdichtung von Bauvolumen an präzise ausgewählten Stellen im Hinblick auf einen parkähnlichen Aussenraum kann als eine veritable Alternative zu dem dispersen Siedlungsbild gesehen werden, das durch eine durchgehende Parzellierung für frei planbare Einfamilienhäuser entstehen könnte. Der Bebauungsvorschlag erlaubt eine etappierbare Entwicklung des Areals und bietet weilerartige Baugruppen mit je eigener Identität. Das neue Quartier fügt sich gekonnt in die Landschaft ein und ergänzt bzw. überhöht vorhandene Besonderheiten, so dass damit auch für die umliegenden vorhandenen Wohngebäude eine Aufwertung der Gesamtsituation erfolgt.“

Auszug aus dem Jurybericht