Golfclub Grand Resort 2015
Bad Ragaz | Schweiz

Bauaufgabe: Golfclub- und Veranstaltungshaus
BauherrIn: Grand Resort Bad Ragaz AG
Auftrag: Wettbewerb 1. Preis
Architektur: bernardo bader architekten | Dornbirn
Mitarbeit: Axel Baudendistel (PL), Philipp Bechter,  Jomo Zeil, Joachim Ambrosig
Statik: Merz Kley Partner | Dornbirn
Haustechnik:  Christoph Ospelt | Lenum Vaduz
Struktur: Sockelzone mit massiver Kernzone, Beletage aus Holz
Foto: Adolf Bereuter,  Pascal Gnädinger

„Das Projekt besticht durch die Idee, das im Raumprogramm vorgesehene Obergeschoss zu eliminieren und alle Funktionen im Erdgeschoss, resp. Untergeschoss anzuordnen. Dadurch entsteht ein zweigeschossiger, langgezogener Hauptbau mit großem überkragendem Dach. Der Bau wirkt nicht aufdringlich neben der eigenständigen „Tamina Therme“ und hat doch viel Ausdruckskraft. Er gliedert sich sehr gut ins Resort ein, ist aber auch Teil der Golflandschaft. Aus dem Raumprogramm werden alle Räume angeboten und die Raumanordnungen sowie die betrieblichen Abläufe sind optimal gestaltet. Die Anordnung auf einem Geschoss mit den säulenfreien Flächen lassen große Freiheiten in der unterschiedlichen Bespielbarkeit der Flächen mit den verschiedenartigsten Anlässen zu. “ Jury: Köbi Gantenbein, Armando Ruinelli, Peter Jakob, Lisa Schmidheiny, Ralph Polligkeit, Peter Tschirky, Wolfgang Werle, Markus Mettler

Das bestehende Clubhaus des Grand Resort ist in die Jahre gekommen. Es erfüllt heute nicht mehr die vielfältigen Anforderungen einer modernen Golf-Club-Anlage. Neben der langen Tradition der 18-Loch Golf-Anlage als einer der ältesten Golf-Kurse der Schweiz ist der Ort geprägt von atemberaubender landschaftlicher Schönheit, altem Baumbestand und Sichtbezügen ins Rheintal, auf den Churfirsten und ins Rätikon. Ziel ist es ein neues, angemessenes Haus zu konzipieren, welches Potential aus dem Ort schöpft und in seiner Funktionalität und seinem Ambiente den hohen Erwartungen des Grand Resort Bad Ragaz gerecht wird. Erd- und Obergeschoss des gegenwärtigen Clubhauses werden vollständig abgebrochen. Perimeter und Grundstruktur des bestehenden Sockelgeschosses bleiben zu Teilen erhalten, werden jedoch zugunsten einer neuen Raumdisposition geordnet, entkernt und zu einem voll funktionsfähigen Sockelgeschoss ausgebaut. Die architektonische Setzung des neuen „Piano Nobile“ verhandelt selbstbewusst zwischen Golfplatz, bestehender Bebauung des Grand Resort und den angrenzenden Naturräumen. Dabei lotet der Neubau das räumlich-atomsphärische Potential des Ortes durch seine ruhige Geste eines weit ausladenden Daches aus. Alle öffentlichen Räume des modernen Clubhauses versammeln sich unter diesem einen bergenden und zusammenspannenden oberen Raumabschluss. Dieser öffnet und rahmt gleichsam. Durch eine fein abgestimmte, auf die jeweilige Raumsituation angepasste Materialwahl an Wand- , Boden- und Decke entstehen mannigfache, kontextuelle Raumatmosphären mit verschiedenen Höhen und unterschiedlichen Licht- Farb- und Klangstimmungen. Der Einsatz von hochwertigen, ökologischen Materialien, gepaart mit bester handwerklicher Detailausführung lässt ein Gebäude entstehen, welches wartungsarm und dauerhaft ist.