Holzbaupreis 2005



 

 

Preis: Kategorie Sanierung/Bestandserweiterung

 

Bericht der Jury (Walter Zschokke, Regine Schineis, Hansjörg Hilti)

 

Architektonisches Bravourstück

Aus alt mach neu, vergrößere, verbessere, schütze und isoliere, lautet das Programm. Besser wie hier kann diese Aufgabe kaum umgesetzt werden. Man kann die alte Substanz im Äußeren zwar nicht ablesen und sie ist im Inneren auch nur im Schlafzimmertrakt erkennbar. Nur die Dachform erinnert an das „Vorher“, dem einfachen Fertigteilchalet aus den 70-er Jahren.

 

Der neue großzügige Wohnbereich fließt geradezu in die Landschaft. Die ausladenden Terrassen und Vordächer geben Geborgenheit, obwohl der Wohnbereich dreiseitig radikal verglast ist. Es ist ein Holzgehäuse, welches nicht als Holzbox in Erscheinung trifft. Das Zurücknehmen von Gestaltungsmitteln auf das Wesentliche ist dem Haus wohl bekommen.

 

Es ist ein architektonisches Bravourstück und der Beschreibung der Autoren bleibt nichts hinzuzufügen: „Weder Gärten, Zäune noch Wege schwächen die solitäre Lage des Gebäudes. Das Gebäude steht frei mit großer ruhiger Geste in der Landschaft und macht den Ausklang der Siedlung spürbar…Freudigst wird die Holzpatina erwartet, wodurch sich das einfache Volumen noch mehr zurücknehmen wird.“